Arbeitsberichte vor 2007


2006
Über den Winter und im Januar 2006 wurden umfangreiche Arbeiten an den Köf durchgeführt. So wurden zwei Motoren neu eingestellt, Einspritzdüsen getauscht und die Ölwannen abgedichtet.
Das Lokschuppenfest (30.04 - 01.05) war ein überragender Erfolg, am Sonntagnachmittag waren wir komplett ausverkauft.
Am 20. Juli konnte die 332 057 durch ein Vereinsmitglied erworben und von Uhingen nach Neuoffingen mit der V 650.06 (RaR) überführt werden.


2005
Pünktlich zum Lokschuppenfest 2005 wurde unser Museum in Neuoffingen fertig. Im Lokschuppen sind die Exponate nun im 1. Stock zu finden - neben Schildern, Eisenbahnutensilien, Uniformen und Fahrplänen warten dort auch Souvenirs und einen Überblick über die Vereinsgeschichte auf die Besucher. Auch die Sanitäranlagen sind dort untergebracht.

2004
Die Strategie der kleinen Brötchen wurde auch in 2004 weiter verfolgt. Arbeitsschwerpunkte waren die Kleinloksammlung sowie Renovierung und Aufbau des Eisenbahnmuseums, das hoffentlich in 2005 eröffnet werden kann.
Um auch wieder öffentliche Präsenz zu zeigen fand am 1. Mai wieder das Lokschuppenfest und weitere kleinere Veranstaltungen statt.


2003
Eigentlich hatten nach der Pleite im September und Dezember 2003 alle verbliebenen Aktiven die Schnauze voll. SDN stand kurz vor der Auflösung. Durch den zähen Willen einiger weniger Aktiver ist es dann aber gelungen das Tal der Tränen zu durchschreiten und neue Perspektiven herauszuarbeiten.
Gleich zwei Neuzugänge gab es beim Kleinlokpark, im April kam 323 714-6 aus Freilassing hinzu und im November 323 697-3 aus Hattingen (Ruhr). Im Laufe des Jahres hat sich die Idee herausgebildet, von jedem deutschen Kleinlokhersteller der Nachkriegszeit ein Fahrzeug in der Sammlung zu haben. Diesem Ziel sind wir insofern Nahe, dass nur noch eine Lok von O&K fehlt. Leider ist der Lokschuppen derzeit zu klein für weitere Fahrzeuge.
In 2003 fanden keine öffentlichen Veranstaltungen statt, was von der Bevölkerung mit Stirnrunzeln honoriert wurde.


2002
2002 stand ganz im Zeichen der Neuordnung und Konsolidierung. Der Vorstandswechsel brachte auch die erste große Austrittswelle im Verein mit sich. Der neu gewählte Vorstand versuchte nach Bestandsaufnahme zunächst die Finanzen in Griff zu bekommen und den Standort Neuoffingen langfristig zu sichern.
Das Backen kleinerer Brötchen für die nächsten Jahre war die Erkenntnis der Stunde. Der Verkauf der Doppelstockzüge an "Dampf Plus" war eine dieser Maßnahmen. Leider brachte die Austrittswelle auch das Auflösen der "Österreichergarnitur", die überwiegend im Privateigentum war, mit sich.
Neu hinzugekommen ist die 323 771-6 aus Bremen. Geld verdient hat die 323 719-5 in einigen Arbeitszugdiensten.
Um nicht ganz aus den Augen der Öffentlichkeit zu verschwinden veranstaltete der Verein im Mai das traditionelle Lokschuppenfest und im September eine Modellbahnbörse bei der letztmalig ein Sonderzug ab Neuoffingen verkehrte. Zum Einsatz kam eine Garnitur des Bayerischen Lokalbahnvereins. Leider endete diese Veranstaltung mit einem dicken Minus. Ebenso "gefloppt" hat das Nikolausfest im Dezember.


2001
Das Jahr 2001 war geprägt von einem Fahrtenprogramm mit der Lok 52 8079 und der bekannten Wagengarnitur aus Bomk und Österreichern. Diese Garnitur musste aufgrund technischer Probleme im Juli 2001 abgestellt werden. Auch mehrere Schäden an der 52 8079 belasteten die Vereinskasse und die Stimmung.
Durch interne Differenzen im Vorstand war die Arbeit stark behindert. Schließlich eskalierten die Unstimmigkeiten im Rücktritt des Gesamtvorstands im September. Bis zur Neuwahl eines Nachfolgevorstands im Frühjahr 2002 dümpelte der Verein gewissermaßen Ziel und Führungslos vor sich hin.
Erfreulich war in 2001 die Durchführung der Hauptuntersuchung an gleich zwei Kleinlokomotiven. Sowohl die 323 719-5 (03.08.01) als auch die erst im Frühjahr angelieferte 323 146-1 (29.11.01) erhielten eine erneute bahnamtliche Abnahme. 323 719-5 konnte aufgrund Ihrer technischen Ausstattung bereits kurz nach erfolgter Hauptuntersuchung gewinnbringend im Arbeitszugdienst eingesetzt werden.


2000
Durch den Ablauf der Revisionsfristen musste der vierteiligen Doppelstockzug im Frühjahr 2000 abgestellt werden.
Im April 2000 konnte ein Halbspeisewagen der Bauart Bomk als erstes Fahrzeug einer neuen Wagengarnitur übernommen werden. Mitte April folgten weitere 5 Personenwagen aus dem Bestand der Österreichischen Bundesbahn, welche im Rahmen der Sonderfahrt am 16.04. von Lindau nach Neuoffingen überführt wurden.
Ein weiteres wichtiges Ereignis hinter den Kulissen des Fahrtenprogramm war die Durchführung der Kesselhauptuntersuchung an der 52 8079, welche bei der MaLoWa Bahnwerkstatt in Klostermansfeld stattfand. Die 52 8079 weilte dort vom 19.10. bis 15.12.


1999
Im Mittelpunkt des Jahres 1999 steht die Wiederinbetriebnahme der 52 8079, die nach erfolgreicher Fahrwerkshauptuntersuchung zum 01.07.1999 die erneute bahnamtliche Zulassung erhielt und damit bis ins Jahr 2007 eingesetzt werden darf. Mit der Fertigstellung der "8079" verließ auch die 44 1616 Neuoffingen wieder.
Im laufendem Jahr fanden Fahrten zu folgenden Zielen statt: Thannhausen, Pfaffenhausen, Weißenhorn, Salzburg, Oberstdorf, Garmisch, Wertheim und Bayerisch Eisenstein. Im Dezember erklärte der seitherige Vorstandssprecher seinen Rücktritt, die Vereinsgeschäfte wurden bis zur Vorstandsneuwahl vom Stellvertreter wahrgenommen.


1998
Das Jahr 1998 brachte zu Beginn ein ausgedehntes Abschiedsprogramm von der 52 8079, mit Fahrten nach Sinsheim, Thannhausen, Salzburg und schließlich am 11.04.98, dem letzten Betriebstag der Lok, nach Oberkochen. Durch gute Kontakte zu befreundeten Bahnverwaltungen gelangte die Lok 52 8087 rechtzeitig zum Beginn des Sommerprogramms nach Neuoffingen, so kamen die inzwischen zahlreichen Freunde der SDN voll auf ihre Kosten.
Nostalgiedampf gab es unter anderem in folgenden Bahnhöfen zu schnuppern: Lindau, Dießen (Ammersee), Triberg (Schwarzwald), Hausach, Sinsheim, Wasseralfingen, Tegernsee, Schrobenhausen, Heilbronn, Pfaffenhausen und Böblingen. Ab Herbst '98 stand mit der 44 1616 eine weitere betriebsfähige Dampflok zur Verfügung.


1997
Im Jahr 1997 stand mit der 52 8079 und den Doppelstockwagen DBvu eine stilreine Reichsbahn-Garnitur zur Verfügung. Durch den Einsatz ausschließlich vereinseigener Fahrzeuge konnten die Fahraktivitäten erheblich ausgedehnt werden.
Wichtige Ereignisse waren die Aufnahme des Museumsbetriebes auf der Nebenbahn Dinkelscherben - Thannhausen am 16.03.97 und die Anschaffung eines weiteren Doppelstockzuges von den "Eisenbahnfreunden Zollernbahn". Dieser Zug wurde durch Randalierer stark beschädigt und konnte deshalb preisgünstig erworben werden. Durch eine Ausschlachtaktion im Raw Wittenberge im Zeitraum 05.08. bis 08.08. konnte alle notwendigen Ersatzteile aus zur Verschrottung abgestellten Zügen gewonnen werden und somit unser Zug wieder instandgesetzt werden.
Zielpunkte des Museumszuges von SDN waren: Dillingen (Donau), Erbach (Württ.), Giengen/ Brenz (Brenzbahn Ulm - Aalen), Schrobenhausen (Paartalbahn Augsburg - Ingolstadt), Kelheim (Endpunkt der inzwischen stillgelegten Nebenbahn Saal - Kelheim), Dießen (Ammersee), Seebrugg, Salzburg, Nürnberg, Regensburg, Bayerisch Eisenstein und natürlich Krumbach und Weißenhorn.


1996
Im Juni '96 fand in Zusammenarbeit mit einigen befreundeten Vereinen ein umfangreiches Dampfzugprogramm statt. Hierzu wurde von den Eisenbahnfreunden Zollernbahn die Lok 64 289 mit einigen Plattformwagen angemietet, so dass ein stilreiner Nebenbahnzug der 30er Jahre zur Verfügung stand. Mit diesem ging es dann eine Woche lang auf die Reise. Ziele waren dabei unter anderem Memmingen, Ottobeuren, Türkheim, Buchloe, Dießen am Ammersee, Krumbach und natürlich Neuoffingen.
Ab Mitte 1996 stand dann die 52 8079 zur Verfügung. Die Maschine wurde von einem Privatmann erworben und in mehreren Etappen vom Betriebswerk Berlin-Schöneweide über Meiningen (Raw Bedarfsreparaturen) und Kornwestheim nach Neuoffingen überführt worden ist.
Im September kam die Lok erstmals zum Einsatz. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war der Erwerb des vierteiligen Doppelstockzug DBvu der ehemaligen Deutschen Reichsbahn von einem Privatmann. Damit stand SDN erstmals ein eigener Wagenpark mit Dampfheizung zur Verfügung.
Den Saisonabschluss 1996 bildeten Nikolausfahrten zwischen Ulm und Weißenhorn sowie Günzburg und Krumbach.


1995
Die ersten Aktivitäten des jungen Vereins waren die Durchführung eines Dampfprogramms im Winter 1995/1996 auf der Strecke Günzburg - Krumbach und zahlreiche Einsätze mit 50 3576 für die Eisenbahnfreunde Zollernbahn.
Zum vorläufigen Abschied der 50 3576 Ende März '96 wurden Sonderfahrten von Ulm nach Seebrugg im Schwarzwald und von Ulm nach Weißenhorn veranstaltet. Das aus damaliger Sicht vorläufige Ende war das endgültige Ende dieser schönen Dampflok bei Schwaben Dampf. Durch das Ausscheiden des Eigentümers der Lok war der Verkauf der Lok an eine Museumseisenbahn in Hessen nicht abzuwenden.


1994 Schwaben Dampf Stuttgart
Die Geschichte von Schwaben Dampf Neuoffingen beginnt allerdings nicht mit der Vereinsgründung. Wie erwähnt hatte sich eine Gruppe von Eisenbahnfreunden zur Interessengemeinschaft Schwaben Dampf Stuttgart zusammengefunden und die Dampflok 50 3576 von Stuttgart aus eingesetzt. Die Dampflok war seinerzeit auf dem Hof der Spedition "Unitrans" im Bereich des Stuttgarter Güterbahnhofs (d.h. also bei Einfahrt rechts des Hauptbahnhofs, an einer Stelle an der sich inzwischen Bankenhochhäuser tummeln) abgestellt.
Die gesamten Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten an der Dampflok fanden auf dem Hof der Spedition unter freiem Himmel statt. Schon bald war klar, dass dies kein Dauerzustand sein konnte, ein Dach über dem Kopf musste her.
Eine Fahrt am 27.08.1994 auf der 103 192-1 (Post-IC's Stuttgart-München-Stuttgart) kam dabei eher zufällig zur Hilfe. Bei der Durchfahrt durch Neuoffingen Richtung München nahmen wir das erste Mal bewusst Notiz vom leerstehenden Lokschuppen in Neuoffingen. Auf der Rückfahrt reifte dann der Entschluss mit der DB-Zentralbereich Immobilien bezüglich Anmietung des Lokschuppens Kontakt aufzunehmen - war doch Neuoffingen der einzige verfügbare Lokschuppen im Großraum Stuttgart (!). Eine Einigung mit der DB war bis Anfang 1995 möglich, sodass die ersten Fahrzeuge in Form der Köf 100 892-9 und eines Fuchs Bekohlungsbaggers nach Neuoffingen überführt werden konnten.
Zwischenzeitlich fanden noch Besichtigungen weiterer Dampfloks in Rostock und Berlin statt um über den absehbaren Fristablauf der 50 3576 hinaus eine fahrbereite Dampflok zu haben.
Im Februar war es dann soweit: um die Dampflok im Lokschuppen abstellen zu können musste zunächst der Lückenschluss im Zufahrtsgleis hergestellt werden. Anschließend ging es mit dem PKW nach Stuttgart, um die Dampflok anzuheizen und für die Überführungsfahrt vorzubereiten. Nach einem Stelldichein im Betriebswerk Stuttgart ging es dann als Sonderzug im Schlepp der E 18 08 der BSW Gruppe München pünktlich um 18.40 Uhr ab Stuttgart Hbf Richtung Neuoffingen, welches gegen Mitternacht erreicht wurde. In Neuoffingen stand bereits ein Empfangskomitee bereit, welches im gleißenden Scheinwerferlicht der Schnuttenbacher Feuerwehr Aufnahmen vom ankommenden Sonderzug machte.

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